Gehaltserhöhung schriftlich anfragen: Vorlage

Stand: August 2026 · Geprüft von Ulrich Peters, Jurist mit über 20 Jahren Berufserfahrung

Eine Gehaltserhöhung wird selten im Vorbeigehen entschieden. Eine kurze schriftliche Anfrage hat zwei Vorteile: Sie erzwingt einen konkreten Gesprächstermin, und Sie legen die Argumente in Ruhe fest, statt sie im Flur zu verstolpern. Das Schreiben ersetzt nicht das Gespräch – es bereitet es vor.

Gute Argumente sind übernommene Verantwortung, messbare Erfolge und neue Qualifikationen. Vergleiche mit Kollegen oder private Geldsorgen gehören nicht in die Verhandlung.

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04.08.2026
Bitte um ein Gespräch über meine Vergütung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie um ein persönliches Gespräch über die Anpassung meiner Vergütung bitten.

Mein Aufgabenbereich und mein Beitrag haben sich seit der letzten Anpassung (  ____________  ) deutlich weiterentwickelt:

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Vor diesem Hintergrund halte ich eine Anpassung meines Gehalts für angemessen und würde die Einzelheiten gern persönlich mit Ihnen besprechen. Über einen Terminvorschlag in den kommenden zwei Wochen freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

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Wichtige Hinweise

  • Konkrete Zahl erst im Gespräch nennen – das Schreiben öffnet die Tür, verhandelt wird persönlich.
  • Üblich sind je nach Ausgangslage 5–10 % bei gleichbleibender Rolle, mehr bei erweiterter Verantwortung.
  • Mit Erfolgen argumentieren, nicht mit Betriebszugehörigkeit oder gestiegenen Lebenshaltungskosten.
  • Guter Zeitpunkt: nach erfolgreichem Projektabschluss, vor Budgetplanung, im Jahresgespräch – schlecht: mitten in Sparrunden.
  • Alternativen mitdenken: Bonus, zusätzliche Urlaubstage, Weiterbildung oder Jobticket, falls das Fixgehalt blockiert ist.
  • Absage einplanen: konkrete Kriterien und einen Folgetermin vereinbaren („Woran messen wir das in sechs Monaten?").

Häufige Fragen

Habe ich einen Anspruch auf Gehaltserhöhung?

Einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht – Gehalt ist Verhandlungssache, sofern kein Tarifvertrag automatische Steigerungen vorsieht. Umso wichtiger ist die Vorbereitung: dokumentierte Erfolge, Marktvergleich über Gehaltsportale und ein realistisches Zielband.

Schriftlich anfragen oder direkt ins Gespräch gehen?

Beides kombiniert wirkt am besten: Die schriftliche Bitte um einen Termin signalisiert Ernsthaftigkeit, verhindert ein „zwischen Tür und Angel"-Nein und gibt der Führungskraft Zeit, Budgetspielräume zu klären. Die eigentliche Verhandlung gehört dann ins persönliche Gespräch.

Was mache ich bei einer Absage?

Nicht beleidigt abziehen, sondern Kriterien festzurren: Welche Ziele müssen erreicht sein, und wann wird neu entschieden? Lassen Sie sich den Folgetermin zusagen – idealerweise schriftlich. Kommt dauerhaft nichts, ist der Marktwert-Check über Bewerbungen der ehrlichste Gradmesser.